Spezielle Angebote

Angebote zu speziellen Fragen für Herzpatienten im München-Chiemseer Raum

Bei der Vorbereitung zum 20-jährigen Jubiläum des Münchner Arzt-Patienten-Forums ist noch einmal  sehr deutlich geworden, dass es viele hervorragende Informations- und Praxisangebote von unterschiedlichen Institutionen für Herzpatienten gibt, die leider häufig wenig voneinander wissen und wenig miteinander kooperieren. Entsprechend müssen sich Interessierte ihre Informationen selber zusammensuchen.

Da von vielen Herzpatienten immer wieder der Wunsch nach speziellen Adressen kommt, soll mit der folgenden Zusammenstellung  ein Überblick mit entsprechenden Kontaktdaten über alle wichtigen Angebote gegeben werden, die jeder Interessierte für sich nutzen kann. Das München-Chiemseer Kardioforum strebt an,  durch mehr Synergien zwischen den einzelnen Angeboten eine größere Nachhaltigkeit zu erzielen.

Bewegt abnehmen (M.O.B.I.L.I.S)

 

Bewegt abnehmen mit M.O.B.I.L.I.S.

Abnehmen stellt für viele Menschen eine der größten Herausforderungen dar. Ob man am Verbrauch (sprich körperliche Aktivität) oder an der Zufuhr (sprich Essen) ansetzt, ist letztlich egal. Langfristig erfolgreich abnehmen kann nur, wer auf Dauer mehr verbraucht, als er zuführt.

Da Übergewicht einen der wesentlichen Risikofaktoren für Herzkreislauferkrankungen darstellt, ist von Wissenschaftlern der Deutschen Sporthochschule und der Universität Freiburg eine bundesweite Initiative ins Leben gerufen worden, M.O.B.I.L.I.S. Es setzt mit viel Bewegung, einem praktischen Leitfaden zur gesunden Lebensstiländerung, gezieltem Verhaltenstraining und medizinischer Begleitung (60 Treffen und 3 Untersuchungen) auf langfristige Lebensstiländerung. Der größte Teil der Kosten wird bei regelmäßiger Teilnahme von den meisten Krankenkassen übernommen.

Konzept und Inhalte

Bereich Bewegung

Das M.O.B.I.L.I.S.-Programm umfasst 40 praktische Bewegungseinheiten (1. Halbjahr: 30 Einheiten, 2. Halbjahr: 10 Einheiten). Unter Anleitung eines Sportlehrers/Sportwissenschaftlers treffen sich die Teilnehmer ein- bis zweimal pro Woche abwechselnd im Freien (bei Wind und Wetter) und in der Halle, um in der Gruppe individuelle Bewegungserfahrungen zu sammeln.

Im Mittelpunkt stehen dabei verschiedene Ausdauertrainingsarten (z. B. Walking oder Nordic-Walking), aber auch gezielte Übungen zur Kräftigung der Muskulatur (z .B. mit dem Thera-Band), zur Koordination und zur Entspannung.

Mit Hilfe des speziell für M.O.B.I.L.I.S. entwickelten 50+50-Punkteprogramms werden die Teilnehmer schließlich lernen, die aufgezeigten Aktivitäten in ihren Alltag sinnvoll umzusetzen.  Eine sinnvolle Ergänzung der Bewegungspraxis liefert eine theoretische Gruppensitzung zum Thema Bewegung zu Programmbeginn.

Bereich Psychologie/Pädagogik

In 12 Gruppensitzungen wird das Thema Verhaltensänderung mit einem Dipl.-Psychologen/Dipl.-Pädagogen besprochen. Jede Sitzung ist einem speziellen Thema gewidmet; die Teilnehmer erhalten während der Sitzungen theoretische Informationen und werden zu schriftlichen sowie mündlichen Aufgaben angeleitet.

Zwischen den Gruppensitzungen sind sie dazu aufgefordert, konkrete Aufgaben zur Verhaltensänderung in ihrem Alltag fortzuführen und den Fortschritt zu dokumentieren.

Wichtig:

a. Ein Erfahrungsaustausch der Teilnehmer untereinander ist (in zeitlich begrenztem
Rahmen und mit Themenvorgabe) zwar vorgesehen, steht aber nicht im Mittelpunkt (keine Selbsthilfegruppe).

b. In den Gruppensitzungen kommen verhaltenstherapeutische Elemente zum Einsatz. Eine Psychotherapie wird dagegen nicht angeboten, und es wird auch keine Ursachenforschung („Warum bin ich übergewichtig?“) betrieben.

Bereich Ernährung

Der Ernährungsteil beinhaltet drei Gruppensitzungen zur theoretischen Wissensvermittlung, zwei verhaltenstherapeutische Gruppensitzungen, einen Ernährungs-Erfolgscheck sowie zwei Praxissitzungen und wird von einer Diätassistentin/Dipl.-Oecotrophologin (Ernährungswissenschaftlerin) durchgeführt.

Anstelle von starren Diätplänen und strengen Einschränkungen beim Essen gibt M.O.B.I.L.I.S. einen Orientierungsrahmen für die richtige Lebensmittelauswahl vor. Als zentrales Arbeitsinstrument für den Alltag steht den Teilnehmern eine speziell für M.O.B.I.L.I.S. entwickelte innovative Lebensmittel-Ampel zur Verfügung. Mit Hilfe dieser Ampel lernen sie, Lebensmittel energetisch und qualitativ günstig auszutauschen. Weitere Themen sind: Nährstoffdefizite während des Abnehmens zu vermeiden und Lebensmittelgruppen sinnvoll zu verteilen.

Die Teilnehmer erwartet kein Kochkurs. Ziel ist eine dauerhafte persönlich zufriedenstellende Strategie für den Ernährungsalltag in eigener Verantwortung. Zur praktischen Umsetzung der M.O.B.I.L.I.S.-Ernährungsempfehlungen steht den Teilnehmern wiederum das 50+50-Punkteprogramm zur Verfügung.

Bereich Medizin

Alle Teilnehmer werden zu Beginn, in der Mitte und am Ende des Programms von einem Allgemeinmediziner oder Internisten medizinisch untersucht (Anamnese, Blutwerte, Belastungs-EKG). Der Arzt ist nicht in den Bewegungseinheiten sowie Gruppensitzungen anwesend und übernimmt keine über M.O.B.I.L.I.S. hinausgehende ärztliche Beratung.

Kursangebote in München, Bad Endorf und Prien/Chiemsee

M.O.B.I.L.I.S. wird bundesweit an ca. 100 Standorten angeboten. In Bayern gibt es regelmäßig M.O.B.I.L.I.S.-Gruppen in München. Im Jahr 2012 kommt die Klinik St. Irmingard in Prien am Chiemsee als neuer Standort hinzu.

M.O.B.I.L.I.S.-Gruppen

München:

  • ab 24. Juni 2014 eine neue Gruppe
  • Neue Gruppe geplant für 2015

Prien am Chiemsee:

  • Klinik St. Irmingard

Interessenten können sich unter der Info-Telefonnummer 0761/50 39 10 über das Programm informieren oder sich mit Hilfe des Formulars „Bewerbung“ unverbindlich für einen Standort vormerken lassen.

>> mehr ... www.mobilis-programm.de/bewerbungsformular.pdf

Nichtrauchertraining (IRT)

 

Zur Zeit können Beratung und Kurse nicht angeboten werden.

Schulung INR-Selbstmessung (CoaguCheck ® INRange)

®

Um uns vor Blutverlusten zu schützen, benötigen wir ein Abdichtungssystem, dass uns ständig Verletzungen und Leckstellen an unseren Blutgefäßen mit Hilfe der Blutplättchen (Thrombozyten) und eines „Klebers“ (Gerinnungssystems) abdichtet. Bei manchen Erkrankungen (u.a. Vorhofflimmern, Lungenembolie) und nach Herzklappenersatz muss dieses Gerinnungssystem durch Medikamente (z.B. Marcumar ®) gehemmt werden, um Thrombosen zu verhindern. Um die Dosis optimal anzupassen, bedarf es einer regelmäßigen Bestimmung der Blutgerinnung mittels INR-Messung (International Normalized Ratio, früher "Quickwert"). Um unabhängig von regelmäßigen Kontrollen beim Arzt zu werden, können Patienten die INR-Selbstmessung selbst erlernen. Hierzu sind kleine, transportable elektronische Bestimmungsgeräte auf dem Markt, welche nach einer Schulung von den Patienten selbständig bedient werden können.

Gerinnungs-Selbstmanagement für Marcumar ® Patienten

Wenn Sie dauerhaft Gerinnungshemmer einnehmen (z.B.: Marcumar ®), dann können Sie den Gerinnungswert selbst kontrollieren.
Nach Erkrankungen wie Lungenembolie, Thrombose, Schlaganfall oder Vorhofflimmern können Sie die Methode der Selbstbestimmung der Blutgerinnung mit Hilfe eines Messgerätes erlernen. Nach Herzklappenersatz haben Sie innerhalb von 3 Monaten nach OP Anspruch auf eine Schulung und ein Gerät zur Messung!

Was sind die Vorteile des Gerinnungs-Selbst-Managements?

  • Unabhängigkeit bei Arbeit, Freizeit, Urlaub
  • selbstgewählter Zeitpunkt der Kontrolle
  • Komplikationsrate gesenkt
  • bessere Einstellung (80-90%)
  • Kapillarblutentnahme schont die Venen
  • aktive Beteiligung an der Behandlung

Schulungszentren/Kardioforum

Klinikum Bogenhausen - Schulungstermine 2017

  • Freitag, 10. Februar
  • Freitag, 02. Juni
  • Freitag, 15. September
  • Freitag, 05. Dezember

    jeweils 13.00 - 18.00 Uhr
    (Änderungen vorbehalten)

>> mehr ... weitere Informationen zum Gerinnungs-Selbsthilfemanagement

Wenn Sie weitere Informationen wünschen oder sich zu einer Schulung anmelden wollen, wenden Sie sich bitte an:

  • Dr. Gotthard Riess
    Internist Kardiologe
    Eichenstraße 9
    82269 Geltendorf
    Tel.: 08193/99 91 94
    Fax: 089193/ 99 91 95
    E-Mail: This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.
    Internet: http://herzundsport.de

RoMed Klinikum Rosenheim – Med. Klinik I

Pettenkoferstr. 10
83022 Rosenheim
Tel.: 08031/36-3101
Fax: 08031/36-4920
Dr. Christoph Habersetzer (Telefon:08031/36-53192)

Kardiologische Abteilung Klinik St. Irmingard

Osternacherstraße 103
83209 Prien am Chiemsee
Tel.08051/607-532
Fax: 08051/607-775
Frau Elke Flender-Back, Dr. Phillip Jander

Dr. med. Klaus Bödigheimer, Prof. Sigmund Silber – Kardiol. Gemeinschaftspraxis

Tal 21, 80331 München
Tel.: 089/290831-0
Fax: 089/2904202

Praxis Dr. med. Astrid Reinke – Innere Medizin

OT: Altstadt-Lehel
Ledererstr. 4, 80331 München
Tel.: 089/220773
Fax: 089/29161743

weitere Adressen über Infos Roche Diagnostics GmbH:

Mo. bis Fr. von 8.00 bis 18.00 Uhr kostenfrei Tel. 0800 / 0800 855
Internet: www.coaguchek.de

Defi – Selbsthilfegruppen

Bei Herzerkrankungen kann es zu gefährlichen Rhythmusstörungen des Herzens kommen, u. a. zu den lebensbedrohlichen Herzrhytmusstörungen Kammerflimmern und Kammerflattern, die nur durch starke Stromstöße in Form einer Defibrillation beendet werden können. Eine solche Defibrillation wird von herbeigerufenen Notärzten „mit sogenannten „Defis“ (Defibrillatoren) oder auch von Laien mit automatischen Defis durchgeführt, die an öffentlichen Plätzen aushängen. Damit kann häufig wieder ein normaler, regelmäßiger Herzrhythmus (= Sinusrhthmus) hergestellt werden.

Patienten, die u. a. aufgrund einer stark reduzierten Pumpfunktion ihres Herzens für solche Rhythmusstörungen gefährdet sind, erhalten meisten vorbeugend einen implantierbaren Defi = ICD (Implantierbarer Cardioverter Defibrillator) in Schrittmachergröße.

Der ICD überwacht ständig, ähnlich einem Herzschrittmacher, den Herzrhythmus und bietet bei Rhythmusstörungen verschiedene Möglichkeiten der Behandlung. Neben der Funktion des Herzschrittmachers (Verhindern eines kritischen Pulsabfalls) ist die Hauptaufgabe des ICD, schwerwiegende, auch lebensbedrohliche Formen von Rhythmusstörungen zu beenden und eine normale Herzschlagfrequenz wieder herzustellen.

Da ein solcher Defi bei einigen Patienten erheblichen Einfluss auf das Alltagsleben hat, haben sich zahlreiche Patienten in Defi-Selbsthilfegruppen zusammengeschlossen, um Fragen und evtl. Probleme lösen zu können.

>> mehr ... Hier finden Sie Defi-Selbsthilfegruppen in Deutschland und vier weiteren europäischen Ländern

 

Diabetes-Schulungen

Diabetikerschulung

Diabetes ist zum größten Teil bedingt durch Fehlernährung und Bewegungsmangel. Entsprechend ist der Stoffwechsel durch  Lebenstiländernung wieder zu verbessern oder sogar zu normalisieren. Eine entsprechende Lebensstiländerung ist meist aber nur mit einer entsprechenden Schulung und Unterstützung langfristig erfolgreich.

Aus der Vielzahl an Schulungsmöglichkeiten im Folgenden eine kleine Übersicht für den München-Chiemseer Raum, die in Zukunft erweitert wird:

  • Diabetes Zentrum der Ludwig Maximilian Universität
    Tel.: 089/51 60 23 02
  • Diabetiker Schulung Klinikum München Neuperlach
    Tel.: 089/67 94 23 87
  • Diabetesschulung Klinik St.Irmingard Prien
    Tel.: 08051/607 594
  • Diabetologische Schwerpunktpraxis Rosenheim
    Max-Josefs-Platz 21
    - Dr. Manuela Karl
    - Dr. Roland Göbel
    - PD Dr. Michael Hummel
    Tel.: 08031/23 23 80
    Fax: 08031/23 23 823
    E-Mail: This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.
  • HelmholtzZentrum München
    Deuitsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt
    www.diabetesinformationsdienst-muenchen.de

 

Selbsthilfegruppen für Menschen mit Bluthochdruck

Bluthochdruck ist in Deutschland für 25 % aller Todesfälle verantwortlich (Bundesamt für Statistik). Erhöhter Blutdruck lässt sich heute aber bei den meisten Menschen mit nebenwirkungsarmen Medikamenten und mit Lebensstiländerung normalisieren oder mindestens sehr gut einstellen. Patienten, die sich zu diesem Thema mit anderen Patienten austauschen, sind meist viel erfolgreicher. Deshalb haben sich in Deutschland zahlreiche Selbsthilfegruppen gebildet, die von der Hochdruckliga unterstützt werden

Selbsthilfegruppe München

Bernd Kiesler Tel.: 089 / 58 88 37

Telefonsprechstunde der Deutschen Herzstiftung

Die Deutsche Herzstiftung zeichnet sich durch eins der weltweit besten Informationsprogramme für Herzpatienten aus, mit der Zeitschrift Herz Heute , zahlreichen Broschüren und Sonderdrucken und Vortragsveranstaltungen. Als Mitglied der Deutschen Herzstiftung (Jahresmitgliedsbeitrag 36,00 €) können Sie sich außerdem von unabhängigen Herzspezialisten zu Herzerkrankungen beraten lassen.

Die Telefonsprechstunde findet jeweils am ersten und dritten Mittwoch eines Monats unter folgender Telefonnummer statt:

069 / 95 51 28 200

Es ist sinnvoll, sich die Fragen vorab zu notieren und die Mitgliedsnummer sowie Krankenunterlagen bereit zu halten. Fragen zur Gerinnungshemmung und zum Defibrillator können nur schriftlich eingereicht werden.

Letzter Monat September 2017 Nächster Monat
Mo Di Mi Do Fr Sa So
1 2 3
4 5 6 7 8 9 10
11 12 13 14 15 16 17
18 19 20 21 22 23 24
25 26 27 28 29 30